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Geschichtsprojekt in Klassenstufe 10

Am 20. April besuchte uns Alexander Bychok, der im Alter von sechzehn Jahren als Zwangsarbeiter nach Deutschland deportiert und nach einem misslungenen Fluchtversuch im KZ Buchenwald als politischer Häftling inhaftiert worden war.

In einem emotionalen Gespräch berichtete Herr Bychok sehr anschaulich von seiner vierjährigen Haft in Buchenwald und den schrecklichen Erlebnissen, die er und seine Mitgefangenen dort erleiden mussten. Immer wieder betonte er die Solidarität untereinander, ohne die er das nicht überstanden hätte. Drei Stunden lang beantwortete unser Gast die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler, die ihm berührt und anteilnehmend zuhörten, wie er von seinem Leben und Überleben im KZ berichtete.

Herr Bychok ist heute 93 Jahre alt und der letzte noch lebende Zeitzeuge des KZ auf dem Eltersberg bei Weimar. „Er wirkt so zerbrechlich und doch so stark.“, waren die Worte, mit denen er von den Schülerinnen und Schülern im Anschluss beschrieben wurde.

Dieser Zeitzeugenbesuch wurde mit den zehnten Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts und in Zusammenarbeit mit der Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe e. V. durchgeführt. Wir bedanken uns besonders bei Frau Kilinc, die uns diese Begegnung ermöglicht hat, sowie bei der Dolmetscherin Frau Schlegel und der Tochter von Herrn Bychok, die ihn bei seinem Besuch begleitet haben.

(A. Gorsitzki, FL Geschichte)